Heilstein

Diopsid

Erklärung, Herkunft & Abbaugebiete

Der Name Diopsid leitet sich aus dem Griechischen ab. „Di“ bedeutet „zwei“ und „opsis“ steht für Aussehen und Anblick. Die Kombination beider Begriffe beschreibt die sogenannte Doppelbrechung des Lichts im Diopsid. Einfallende Lichtstrahlen werden in zwei Teilstrahlen aufgespalten.

In einer ersten Klassifizierung im Jahr 1800 durch den brasilianischen Wissenschaftler de Andrada e Silva, wurde der Diopsid als Coccolit bezeichnet. 1806 beschrieb der französische Mineraloge René-Just Haüy ein Mineral unter der Bezeichnung Diopsid. Bei beiden Beschreibungen handelt es sich um das identische Mineral. Es wird heute unter dem Namen Diopsid geführt.

Diopsid vorkommen

Weltweit sind fast 3000 Diopsid-Fundorte bekannt. In Deutschland kommt er unter anderem im Schwarzwald, Odenwald, Fichtelgebirge und im Erzgebirge vor. Hochwertige Diopside in Schmucksteinqualität werden in Brasilien, Burma, Sri Lanka sowie auf Madagaskar abgebaut. Diopside wurde auch außerhalb der Erde nachgewiesen. In Gesteinsproben vom Mond, vom Mars und im Staub des Kometen 81P/Wilde 2 wurde Diopsid entdeckt.

Diopsid Synonyme

Der Diopsid hat viele Namen. So ist er auch bekannt unter den Bezeichnungen Chrom-Diopsid, Russischer Diopsid, Kaiserlicher Diopsid, Vertelit, und Serbelit. Wenn er auch kein Smaragd ist, so wird er teils dennoch unter dem Begriff „Sibirischer Smaragd“ gehandelt. Weitere Bezeichnungen können unter anderem sein Violan, Proteit, Alalith oder Porrizin sein.

Mineralogie und Entstehung vom Diopsid

Der Diopsid ist ein Mineral. In der Chemie wird er unter der Formel CaMg den Magnesium-Silikaten zugeordnet. Unter hohem Druck und hohen Temperaturen entsteht der Diopsid durch die Verbindung von magnesiumhaltigen und kalkhaltigen Gesteinssedimenten. In Marmor und Kalksilikatfelsen ist er besonders häufig zu finden. Der Diopsid bildet bis zu 50 Zentimeter große Kristalle. Sie können nur teilweise zu Schmuckstücken verarbeitet werden.

Diopsid Varianten – Farbe, Struktur, Schliff und Verarbeitung

Der Diopsid kommt in zahlreichen Varietäten vor, die jeweils unterschiedliche Farbeigenschaften des Minerals hervorbringen. Der Chromdiopsid enthält Chrom und ist smaragdgrün. Der eisenhaltige Baikalit hat ein frisches bis olivenfarbiges Grün. Im Diallag bewirken Aluminium und Eisen seine grünlich-braunen Färbungen. Der Salit ist grünlich-grau und gesteinsbildend. Der Fedorovit enthält Natrium, Aluminium und Eisen und leuchtet hellgrün. Der Diopsid kommt am häufigsten in grünen Farbtönen vor. Es gibt ihn auch in abweichenden Farbverläufen. Er ist ein Edelstein, der sich sehr gut spalten lässt. Ein Facettenschliff bringt seinen besonderen Glanz optimal hervor. Je nach Aussehen des einzelnen Steins wird sein Glanz als matt, Glasglanz oder Fettglanz bezeichnet.

Diopsid Anwendung

Um den direkten und langfristigen Körperkontakt zu ermöglichen, wird der Diopsid als Stein an einer Kette getragen. Soll er bestimmte Körperregionen bei der Regeneration unterstützen oder Funktionen anregen, wird er direkt dort aufgelegt. Zur inneren Anwendung wird ein Diopsid-Wasser angesetzt. Dazu werden einige Steine über Nach in ein Glasgefäß mit frischem Leitungswasser oder stillem Mineralwasser gelegt. Das Wasser kann anschließend auch zur Teezubereitung dienen.

Wirkung vom Diopsid

Der Diopsid steht für Phasen der Harmonie und der Freude am Hier und Jetzt. Wenn das Leben wieder selbst gestaltet und in die gewünschten Bahnen gelenkt werden soll, ist der Diopsid ein wahrer Helfer. Er unterstützt die nötige innere Balance und befreit von lähmenden Belastungen aus der Vergangenheit. Auch Verletzungen, die vor langer Zeit entstanden sind, kann er lindern.

Wirkung auf den Körper

Der Diopsid fördert die Vitalität des Organismus und stärkt die Abwehrkräfte. Er ist damit ein guter Unterstützer des gesamten Körpers. Als Stein der Reinigung wirkt er besonders anregend auf die Nierenfunktion. Sportler schätzen seine vorbeugende und lindernde Wirkung bei Muskelkrämpfen und Seitenstechen.

Wirkung auf den Geist und die seelische Ebene

Der Edelstein unterstützt alle Prozesse des Loslassens. Dazu gehören auch seelische Altlasten und Schmerzen, deren Ursprünge sogar bis in die Kindheit hineinreichen können. Verzeihen und Gelassenheit im Umgang mit dieser Vergangenheit werden leichter. Der Diopsid macht es leichter, reinigende Tränen zuzulassen. Dieser Wirkung verdankt er seinen Beinamen „Edelstein der Tränen“. In der Folge kann sich die innere Ausgeglichenheit stabilisieren. Der Stein verhilft zu guten Partnerschaften und fördert insgesamt die Beziehungen zu anderen Menschen. Der Diopsid erleichtert Meditationen, indem er bei der Auflösung alter Belastungen und trauriger Erinnerungen hilft. Er schenkt neue Inspiration und fördert das Zulassen positiver Bilder.

Diopsid Chakren- und Sternzeichenzuordnung

Die intensivste Wirkung entwickelt der Diopsid auf dem Herzchakra und auf dem Dritten Auge. In der Astrologie steht der Diopsid für eine Konstellation von Venus zu Pluto und regt dabei an, auf andere Menschen zuzugehen, leichter verzeihen und loslassen zu können. Der Diopsid unterstützt besonders das Sternzeichen Jungfrau, wenn seelische Wunden heilen sollen. Eine schlechte Lebensphase kann abgeschlossen werden. Die Erholung der Jungfrau wird gefördert und Raum für neue Lebensfreude entsteht.

So pflegen, laden und entladen Sie den Diopsid Heilstein

Zur Entladung von negativen Informationen und Energien wird der Diopsid in eine Schale mit Hämatit Trommelsteinen gelegt. Etwa alle vier Wochen wird er unter lauwarmem Wasser gereinigt und abgespült. Mit einem weichen Lappen wird er getrocknet und anschließend zu Aufladung in die Sonne gelegt. Für den Diopsid ist dabei die Energie der direkten Mittagssonne die ideale Umgebung.

Sonstiges

Bereits in der Antike war der Diopsid ein begehrter Schmuckstein. Sein Glanz ließ die Menschen daran glauben, der Stein sei ein vom Himmel auf die Erde gefallener Stern. Der Glanz des Diopsid galt den Menschen als magisches Überbleibsel des himmlischen Sternenglanzes, den der Edelstein mit auf die Erde gebracht hatte.

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